Warum das GBP für Kanzleien so entscheidend ist
Das Google Business Profile ist die Grundlage für lokale Sichtbarkeit – bei Google Maps, im Local Pack der Suchergebnisse und zunehmend auch bei KI-Systemen. Wenn jemand „Anwalt Familienrecht München" sucht, erscheinen die drei relevantesten lokalen Kanzleien direkt über den organischen Suchergebnissen. Wer dort nicht steht, verliert Mandate, bevor die eigene Website je gesehen wird.
Hinzu kommt: KI-gestützte Suchsysteme wie Google AI Overviews und Perplexity greifen für lokale Empfehlungen zunehmend auf strukturierte Quelldaten zurück – und das GBP ist die wichtigste strukturierte Datenquelle für lokale Einträge. Ein unvollständiges Profil verringert nicht nur die Google-Sichtbarkeit, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, in KI-gestützten Suchantworten berücksichtigt zu werden.
Das GBP ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Kanal, der dauerhaft gepflegt werden muss. Kanzleien, die ihr Profil nach der Einrichtung ignorieren, verschenken lokale Sichtbarkeit – schrittweise und unbemerkt.
Die 12 häufigsten Fehler
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Falsche oder inkonsistente NAP-Daten. Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf GBP, Website und allen anderen Plattformen zeichengenau übereinstimmen. „Rechtsanwalt Müller" vs. „Kanzlei Müller" vs. „RA Müller" sind für KI-Systeme drei verschiedene Entitäten. Jede Abweichung kostet Vertrauenspunkte.
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Zu generische Hauptkategorie. „Rechtsanwalt" als einzige Kategorie reicht nicht. Wer Fachanwalt für Familienrecht ist, sollte diese spezifische Kategorie als primäre wählen. Spezifität schlägt Generalität – bei lokalen Suchanfragen und bei KI-Empfehlungen.
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Kein Profilfoto und kein Logo. Kanzleien ohne Foto wirken nicht nur unprofessionell – Google bewertet vollständige Profile besser. Ein professionelles Außenfoto der Kanzlei und das Logo als Profilbild sind Pflicht, kein optionales Extra.
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Leere Beschreibung. Das GBP bietet Platz für eine Kanzleibeschreibung. Die meisten Kanzleien lassen dieses Feld leer oder füllen es mit generischen Sätzen. Dabei ist die Beschreibung ein direktes Signal für Google und KI-Systeme – und eine Chance, Rechtsgebiete, Standort und Positionierung klar zu kommunizieren.
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Keine oder veraltete Öffnungszeiten. Falsche Öffnungszeiten frustrieren Mandanten und beschädigen das Vertrauen. Fehlende Öffnungszeiten signalisieren ein ungepflegtes Profil. Beides kostet Klicks und Anrufe.
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Keine Leistungen hinterlegt. Das GBP ermöglicht die Angabe konkreter Leistungen. Für Kanzleien bedeutet das: Rechtsgebiete als Leistungen eintragen, mit kurzer Beschreibung. Diese Daten fließen in lokale Suchanfragen ein.
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Keine Google Posts. Google Posts sind befristete Beiträge direkt im Profil – für neue Wissensartikel, Rechtsänderungen oder Hinweise. Wer nie postet, signalisiert Inaktivität. Wer regelmäßig postet, signalisiert einen aktiven Betrieb und verbessert sein lokales Ranking.
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Keine Reaktion auf Bewertungen. Jede Bewertung – positiv oder negativ – sollte kommentiert werden. Eine kurze Danksagung bei positiven Rezensionen zeigt Aufmerksamkeit. Eine professionelle Antwort auf kritische Bewertungen zeigt Haltung. Keine Reaktion zeigt Desinteresse.
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Falsche oder fehlende Website-URL. Die verlinkte Website muss auf die korrekte Seite führen – idealerweise nicht nur auf die Startseite, sondern auf die relevante Rechtsgebietsseite oder die Kontaktseite. Broken Links werden von Google registriert.
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Profil nicht verifiziert. Ein nicht verifiziertes Profil erscheint in den lokalen Suchergebnissen nicht oder nur eingeschränkt. Die Verifizierung per Postkarte, Video oder Telefon ist der erste Schritt – ohne sie ist alles andere hinfällig.
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Keine Q&A-Sektion gepflegt. Nutzer können im GBP Fragen stellen – und wenn die Kanzlei nicht antwortet, tun es andere Nutzer. Das Ergebnis sind unkontrollierte Antworten im eigenen Profil. Die Q&A-Sektion sollte aktiv überwacht und mit eigenen Fragen befüllt werden, die relevante Themen vorwegnehmen.
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Keine Produkte oder Angebote hinterlegt. Das GBP ermöglicht es, konkrete Angebote einzustellen – etwa das Kanzlei-Audit oder ein Erstgespräch. Diese Einträge erscheinen direkt im Profil und erhöhen die Klickrate. Die meisten Kanzleien nutzen diese Funktion nicht.
GBP und KI-Sichtbarkeit: was zusammenhängt
Das GBP ist nicht nur für Google Maps und lokale Suchergebnisse relevant. KI-gestützte Suchsysteme greifen für lokale Empfehlungen auf strukturierte Quelldaten zurück – und das GBP ist die strukturierteste lokale Datenquelle, die Google zur Verfügung stellt.
Eine Kanzlei mit vollständigem, aktuellem GBP – korrekten NAP-Daten, spezifischen Kategorien, regelmäßigen Posts, aktiven Bewertungen – wird von KI-Systemen als verlässliche lokale Entität eingestuft. Eine Kanzlei mit halbfertigem Profil ist für diese Systeme eine unsichere Quelle, die lieber nicht empfohlen wird.
Das GBP ist der Ausweis der Kanzlei im digitalen Raum. Wer ihn nicht pflegt, wird nicht erkannt.
Häufige Fragen zum GBP für Kanzleien
Ist ein Google Business Profile für Kanzleien Pflicht?
Rechtlich nein. Strategisch unverzichtbar. Ohne GBP erscheint eine Kanzlei nicht im Local Pack – den drei lokalen Treffern, die bei Suchanfragen wie „Anwalt Familienrecht Köln" ganz oben stehen. Auch KI-gestützte Suchsysteme greifen für lokale Empfehlungen zunehmend auf strukturierte Profildaten zurück.
Welche Kategorie sollte eine Kanzlei im GBP wählen?
Als primäre Kategorie empfiehlt sich die spezifische Fachanwaltschaft, sofern vorhanden. „Fachanwalt für Familienrecht" schlägt „Rechtsanwalt". Als sekundäre Kategorien können „Anwaltskanzlei" und weitere Rechtsgebiete ergänzt werden.
Wie oft sollte eine Kanzlei Google Posts veröffentlichen?
Mindestens einmal pro Monat, besser alle zwei Wochen. Google Posts signalisieren einen aktiven Betrieb. Themen: neue Wissensartikel, Rechtsänderungen, Veranstaltungen. Kein werblicher Ton, keine Ergebnisversprechen.
Kann eine Kanzlei negative GBP-Bewertungen löschen lassen?
Nur wenn sie gegen Googles Richtlinien verstoßen. Der Meldeweg ist zeitaufwändig und oft erfolglos. Wirkungsvoller: Durch neue authentische Bewertungen das Gesamtbild verbessern und professionell auf Kritik antworten.
Wie ist Ihr Google Business Profile aufgestellt?
Im Kanzlei-Audit prüft Advoliga Ihr GBP auf alle 12 Punkte – und liefert einen konkreten Maßnahmenplan, den Sie selbst, Ihr Dienstleister oder wir für Sie umsetzen können.
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